Elektrotherapie bei Hunden und Pferden
Elektrotherapie als Unterstützung der manuellen Therapie ist längst fester Bestandteil der Tierphysiotherapie. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch die Art des angewendeten Stroms geändert. Wurde früher noch viel mit TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) gearbeitet, dessen Gleichstrom ausschließlich als Reizstrom eingesetzt wurde, der für Tiere unangenehm sein kann, arbeiten erfahrene Tiertherapeuten heutzutage überwiegend mit Mittelfrequenzstrom, der durch besondere Modulationen tief in das Gewebe eindringt und dort erheblich besser angewendet werden kann als Reizstrom. Mittelfrequenzstrom ist im Gegensatz zu TENS kaum spürbar und wird von Pferden und Hunden gleichermaßen gut akzeptiert.
Sie wird z.B. angewendet bei Wirbelsäulenerkrankungen, Spondylose, Bandscheibenvorfall, Arthrosen, HD, ED und Arthritis, Muskel- und Nervenschmerzen und Muskelverspannungen, Muskelschwund z.B. bei Schonhaltungen, Lähmungen (z.B. Cauda-Equina-Syndrom), Wundheilungsstörungen und Lymphödemen.
Dennoch werden auch heute noch TENS und EMS Geräte verwendet wenn es um die Patientenversorgung zu Hause geht, denn diese kleinen Geräte sind auch für Tierbesitzer leicht zu handhaben und sind nach wie vor im Bereich der Muskulatur gut anzuwenden.
